Zarah 47 – Das totale Lied

Ruhm, große Lieder und eine unbequeme Vergangenheit: In „Zarah 47 – Das totale Lied“ begegnet Brigitte Jaufenthaler der schillernden und umstrittenen Zarah Leander. Begleitet von Christian Wegscheider am Klavier entsteht ein musikalischer Monolog über eine Künstlerin zwischen Selbstinszenierung und Verantwortung und über die Frage, ob Kunst jemals unpolitisch sein kann.
*Erhältlich im Rathaus Kufstein, TVB Kufsteinerland und bei allen Ö-Ticket Verkaufsstellen, sowie Online.
In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Landestheater

Eine Diva und ihre Vergangenheit
Schweden, 15. März 1947. Zarah Leander verbringt ihren 40. Geburtstag zurückgezogen auf ihrem Gut Lönö. Noch wenige Jahre zuvor war sie einer der größten Stars des deutschsprachigen Films. Nun bleibt das Telefon still.
Doch während die erhofften Anrufe ausbleiben, werden die Stimmen der Vergangenheit umso lauter.
Zarah erinnert sich an Berlin, an ihre Karriere bei der UFA, an Ruhm, Glanz und Verehrung. Sie blickt zurück auf eine Zeit, in der ihre unverwechselbare tiefe Stimme sie zu einem der bekanntesten Filmstars des nationalsozialistischen Deutschlands machte.
Mit scharfem Witz und großer Selbstgewissheit erzählt sie von ihrer Karriere. Gleichzeitig drängen Fragen in den Vordergrund, denen sie kaum ausweichen kann: Was wusste sie? Was wollte sie nicht wissen? Und welche Verantwortung trägt eine Künstlerin für das politische System, in dem sie erfolgreich wird?
„Zarah 47 – Das totale Lied“ bewegt sich zwischen Erinnerung, Selbstinszenierung und schonungsloser Auseinandersetzung mit einer außergewöhnlichen Künstlerinnenbiografie.
Im Zentrum des Abends steht die Tiroler Schauspielerin, Sängerin, Sprecherin und Autorin Brigitte Jaufenthaler.
Sie verkörpert Zarah Leander nicht als eindimensional historische Figur, sondern als widersprüchliche Persönlichkeit: selbstbewusst und verletzlich, scharfzüngig und glamourös, überzeugt von der eigenen Bedeutung und zugleich konfrontiert mit einer Vergangenheit, die sich nicht einfach abschütteln lässt.
Jaufenthaler arbeitet seit vielen Jahren spartenübergreifend zwischen Schauspiel, Musik, Film und Literatur. Für ihre künstlerische Arbeit wurde sie unter anderem mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol ausgezeichnet. Gemeinsam mit Christian Wegscheider entwickelte sie bereits mehrere musikalische Programme.
Christian Wegscheider begleitet den Abend am Klavier und übernimmt die musikalische Leitung.
Der Pianist, Organist, Komponist und Arrangeur studierte Jazzklavier an der Kunstuniversität Graz und erhielt 1993 das Österreichische Staatsstipendium für Jazz.
Von 1998 bis 2000 war er musikalischer Leiter am Tiroler Landestheater. Als Musiker, Komponist und Arrangeur arbeitet er in unterschiedlichsten musikalischen Bereichen. Unter anderem war er über viele Jahre Teil von Willi Resetarits’ „Stubnblues“ und gehört seit 2002 dem Pepe Lienhard Orchester an.
In „Zarah 47“ ist Wegscheider nicht nur musikalischer Begleiter, sondern wesentlicher Teil des Bühnengeschehens.
Mitwirkende
Brigitte Jaufenthaler- Zarah Leander
Christian Wegscheider - Klavier und musikalische Leitung
Peter Lund - Text
Susi Weber - Regie
Esther Frommann - Bühne und Kostüme
Sonja Honold - Dramaturgie
Eine Produktion des Tiroler Landestheaters.
Termin
Dienstag, 22. Dezember 2026
Beginn
19:30 Uhr
Veranstaltungsort
Kultur Quartier Kufstein
Reihe
Literatur & Theater
Stück
Musikalischer Monolog von Peter Lund
Mit Brigitte Jaufenthaler und Christian Wegscheider
Dauer
ca. 1 Stunde 45 Minuten
Pause
keine Pause
Altersempfehlung
ab 14 Jahren
Eintritt
€ 21
Ermäßigt
€ 14
Kooperation
In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Landestheater
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