Warten auf Godot
In einer leeren Landschaft steht ein Baum. Dort warten Wladimir und Estragon auf Godot. Doch Godot kommt nicht. Noch nicht. Vielleicht wird er später kommen. Um sich die Zeit zu vertreiben, suchen die beiden verzweifelt nach Beschäftigung. Sie streiten, turnen, sprechen über ihre Leben, sprechen über ihre Leiden, essen Radieschen und gelbe Rüben, reden Nonsens, rennen wild hin und her, ziehen sich die Schuhe aus und wieder an, betrachten das Wetter, beschreiben die Landschaft, singen und träumen – doch nichts geschieht. Irgendwann kommt ein Mann vorbei, der einen weiteren Mann an einer Leine führt. Ist das Godot? Nein. Es ist Pozzo mit seinem Knecht Lucky. Wo wollen sie hin? Warum beherrscht der eine den anderen? In was für einer Welt sind wir hier nur gelandet? Tausend Dinge geschehen, doch nichts davon macht Sinn.
